12:45 Uhr – Korps Blücher – Sturmangriff der Preussen auf Großgörschen

Ca. 45 Minuten nach Beginn des Artillerieüberfalls traten die preußischen Bataillone unter Oberst Klüx in breiter Front zum Sturmangriff an. Schlesische Schützenbataillone und das freiwillige Jägerdetachement des preußischen Adels nahmen im ersten Schwung den strategisch wichtigen Hohlweg südlich von Großgörschen unweit des heutigen Monarchenhügels. Die französischen Verteidiger wurden auf Großgörschen zurückgedrängt. Die nachfolgenden westpreußischen Regimenter stießen durch die entstandene Lücke, drangen bis zum Dorfrand vor, konnten hier mehrere Geschütze erbeuten und Gefangene machen. Dann begann der Kampf Mann gegen Mann. Die Franzosen verteidigten sich sehr tapfer und wehrten jedes weitere Eindringen der Preußen in das Dorf erbittert ab. Bald stand Großgörschen in Flammen. Die Ordnung der zuerst angreifenden Bataillone löste sich schnell auf. Die Brigade des Oberst Klüx kam nicht mehr weiter. Nun wurde den Verbündeten klar, die Truppen welche ihnen gegenüberstanden waren nicht nur eine Flankendeckung der marschierenden Truppen, sondern ein ganzes französisches Armeekorps.

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