Nach diesem hohen Blutzoll den die Preußen zu zahlen hatten, waren ihre Kräfte erschöpft. Die gesamte preußische Infanterie war zu dieser Zeit im Dorfkampf eingesetzt. Es war also zwingend notwendig, frische russische Truppen in die Schlacht zu führen und die Dörfer zurückzuerobern, bevor weitere Truppen Napoleons das Schlachtfeld erreichten. Doch Wintzingerode wagt nicht seine Hauptmasse in den Kampf zu werfen, da er sich an der linken Flanke von den Korps Marmont und Bertrand bedroht fühlt. Nur die Infanterie unter Eugen von Württemberg wurde auf das Schlachtfeld dirigiert. Er brachte 6.000 frische Kämpfer ins Feld. Noch glaubt man auf verbündeter Seite, dass man Kaja zurückgewinnen könne. Württemberg plant dieses Ziel aber nicht nur durch einen Frontalangriff auf Kaja zu erreichen. Er wollte gleichzeitig bei Eisdorf den Floßgraben überqueren, Kaja umgehen und von Norden her Kaja angreifen. Dieses Umgehungsmanöver konnte aber nicht ausgeführt werden, da hinter Eisdorf starke französische Kräfte, die Truppen des 11. Korps MacDonald, aus Markranstädt herankommen.
Doch auch am anderen Ende des Schlachtfeldes schieben sich die Kolonnen Napoleons, das 4. Korps Bertrand, immer weiter heran. Ihm gegenüber stand der General Miloradowitsch mit seinen 12.000 Mann welche unnützerweise dort zur Absicherung Stellung bezogen hatten. Später behauptete er, dass er auf seinen Einsatzbefehl wartete. Hätte er sich aber auch ohne Befehl auf die Soldaten Bertrands geworfen, so wäre ihm der Erfolg so gut wie sicher gewesen. So passierte aber nichts und Bertrand ging weiter in Richtung Schlachtfeld vor. Nun standen Ihnen die linke Flanke der Verbündeten das Korps Berg und die Hauptmasse der Kavallerie gegenüber. Da diese aber wieder nur unentschlossen vorging, konnte kein entscheidender Erfolg erzielt werden. Hier zeigte sich wieder einer der Hauptfehler dieser Schlacht. Die ungenügende Ausnutzung der überlegenen Kavallerie. Jetzt hielt auch Marmont den Augenblick gekommen, um vorzurücken. Er tat dies aber immer noch sehr langsam und mit größter Vorsicht.