Der Vormittag des 02. Mai

Da sich der Aufmarsch der Verbündeten sehr schwierig gestaltete, kam es zu Zeitverzögerungen in den Angriffsplänen der Verbündeten.
Vielleicht hat aber gerade dieser Umstand die Verbündeten vor einer vernichtenden Niederlage gerettet. Denn Napoleon hatte von einem reisenden Kaufmann erfahren, dass die Verbündeten bereits zwei Tage zuvor durch Leipzig zogen und der Oberbefehlshaber Wittgenstein ebenfalls aus Leipzig abgereist war. Ihm wurde klar, dass sich die Verbündeten hinter Leipzig zusammenzogen. Ob sie ihm aber bei Leipzig eine Schlacht liefern oder ihm in die Flanke fallen wollten, konnte nur der Verlauf des nächsten Tages zeigen. Wäre nun der Angriff seitens der Verbündeten wie geplant durchgeführt worden, dann hätten sich diese in der Gefahr befunden, von Napoleon umgangen zu werden und mit dem Rücken zur Elster in der Falle zu sitzen. Beweise dafür finden sich in den ersten Befehlen Napoleons vom 02. Mai welche Vorbereitungen für die Umgehung der Verbündeten beinhalteten. Aber am Vormittag des 02. Mai blieb alles ruhig. So änderte er seine Dispositionen und befahl der Hauptarmee ein weiteres Vorrücken auf Leipzig.
Dort wurde seine Vorhut in ein Gefecht mit dem preußischen Korps Kleist verwickelt. Da seine Aufklärer nichts von einem bevorstehenden Großangriff auf die Flanke seiner Truppen berichtet hatten, ritt er in Richtung Leipzig, um dieses Gefecht zu beobachten. Seine Garden befanden sich zu dieser Zeit im Raum Lützen.

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