Stundenlang tobte der Kampf um die Dörfer Kleingörschen, Rahna und Großgörschen – nach letzterem erhielt die Schlacht ihren Namen. Mehrfach wechselten die Dörfer Ihre Besitzer. Die Schlacht war äußerst blutig und verlustreich für beide Seiten.
Blücher und Scharnhorst, beide wurden im Verlauf der Schlacht verwundet (Scharnhorst verstarb an den Folgen dieser Verwundung am 28. Juni 1813 in Prag), führten mit gezogenem Säbel selbst Attacken der preußischen Kavallerie gegen die französischen Linien. Ebenso wurde auf französischer Seite Marschall Ney verwundet.
Die Schlacht wurde am nächsten Tag von den Verbündeten nicht fortgesetzt, da die Gefahr einer Umklammerung durch Napoleon zu groß war. Ebenso der Mangel an Munition und die Erschöpfung der Truppen bewogen die Befehlshaber der Verbündeten dazu, den Kampf abzubrechen und sich in Richtung Altenburg zurückzuziehen.
Obwohl Napoleon zum Ende der Schlacht die Oberhand gewonnen hatte, war es keineswegs eine verheerende Niederlage der Verbündeten. Die Verluste auf Seiten der Verbündeten schwanken nach verschiedenen Quellen zwischen 10.000 – 15.000 Mann. Auf französischer Seite zwischen 20.000 – 30.000 Mann. Trotz der Niederlage ging die russisch-preußische Armee geordnet zurück. Ein Ausdruck ihrer Kampfmoral. Sie lieferte den Franzosen in den nächsten Tagen mehrfach erfolgreiche Rückzugsgefechte.
Das die Verbündeten nicht gesiegt hatten lag im Wesentlichen an den Fehlern ihrer Oberbefehlshaber.
Nur zögerlich wurden die einzelnen Abteilungen nacheinander ins Gefecht geführt.
Nicht alle verfügbaren Truppen hatte man herangezogen.
Die Vorteile der überlegenen Reiterei sind nicht genügend ausgenutzt worden.
Die Reserven wurden zu spät eingesetzt.
„Die Idee zur Schlacht war gut, ihre Anlage jedoch schlecht“, war das Urteil Gneisenaus.
Napoleon stellte anerkennend fest: „Diese Tiere haben etwas gelernt!“
In seiner eigenen Art drückte Blücher seine Anerkennung aus. Zwei Tage nach der Schlacht ritt er an seine Truppen heran, nahm seine Feldmütze ab und sagte: „Guten Morjen Kinners! Ditmal hat et jut jejangen. De Franzosen sind et jewahr jeworden, mit wem se ze dun hebben. Der König lässt sich bedanken bei euch. Awer dat Pulver is alle. Darum jehen wir zurück bet hinder de Elbe …. Wer nu seggt, dat wir retirieren, dat is en Hundsfott, en schlechter Kerl! Guten Morjen Kinners!
„Die preußischen Truppen sind wieder die Preußen Friedrichs geworden!“ In diesen Worten drückte der russische Staatsmann Nesselrode das aus, was viele empfanden.